Rosina Kuhn – „Venezia - Venice Beach“ – Skulpturen von Johannes Hepp: Münstergasse, Bern

1 September - 8 Oktober 2016

Karriere als Malerin zurückblicken. Müde geworden ist sie deshalb noch lange nicht, im Gegenteil: Seit 1940, in eine Künstlerfamilie hineingeboren – ihre Mutter war die Bildteppichkünstlerin Lissy Funk, ihr Vater der Maler Adolf Funk – , ist Kunst ihr Leben.

Rosina Kuhn malt. Sie malt sich durchs Leben, sie malt ihr Leben, wird dadurch zur Chronistin einer Zeit und Gesellschaft. Unverkennbar spiegelt sich dies in den Werken der Grande Dame unter den Schweizer Malerinnen wieder: Kunst und Leben bilden in ihrem vielschichtigen Oeuvre eine untrennbare Einheit. Das Malen ist für die Künstlerin wie eine Sucht, eine Sehnsucht, die sich durch ihr ganzes Leben zieht und Antrieb sowie Quelle für ihr ganzes Schaffen ist. So fliessen motivisch immer wieder ihre Sehnsuchtsorte, das Tessin, Los Angeles, oder Venedig ein, wohin es sie 2011 auf Einladung der Fondazione Castelforte zur Ehrung ihres Lebenswerkes verschlägt.

"Venezia – Venice Beach“ ist somit eine Reise in die Vergangenheit der Zürcherin, die uns mit ihren Farblandschaften an ihrer der Figuration stets treu ergebenen Motivwelt teilhaben lässt.

 

Ergänzt wird die Ausstellung mit Holzskulpturen des jungen, aus Werneck (D) stammenden Bildhauers Johannes Hepp. Seine vielgestaltigen Plastiken zeigen vermenschlichte Tierwesen, maskierte Menschenwesen oder Figuren in mechanischen Bewegungsabläufen. Manche sind in Kisten – als Behausung oder Sockel – angeordnet, andere lehnen als Figurenstelen an der Wand. Gemeinsam ist ihnen die Präzision des mimischen Ausdrucks, welcher Johannes Hepps Figuren auf eigenwillige Weise ihre Prägung verleiht. Hepp ist 1986 in Deutschland geboren.

 

Im Gewölbekeller zeigen wir aktuelle arbeiten der aufstrebenden Künstlerin Dimitra Charamandas, welche gleichzeitig ebenfalls im Kunsthaus Grenchen arbeiten zeigt.