Julian Burkhard: Münstergasse, Bern

5 September - 5 Oktober 2019

Julian Burkhard (*1991) hat sich in den letzten Jahren mit Malerei unter selbstauferlegten Richtlinien auseinandergesetzt und dabei untersucht, welche Grenzen und Limits er bezüglich Formgebung und Innovation antrifft. Während dieses Prozesses hat er auch die eigene Wahrnehmung seines Arbeitsfortschritts konstant hinterfragt und sich mit seinen eigenen Grenzen und Einschränkungen in Bezug auf Form, Innovation und das Medium Tinte beschäftigt.

Er arbeitet ausschliesslich mit einzelnen Pinselzügen, mit Tusche, meistens auf Papier und wendet dabei ein limitiertes Repertoire von Formen und Elementen an. Dieses verändert sich von Zeit zu Zeit; manche Formen kommen hinzu, manche verformen sich, gehen ineinander über und andere fallen ganz weg.

Von Oktober 2018 bis März 2019 war der junge Künstler im Rahmen eines Atelieraufenthaltes in Kairo. Die Veränderung, welche eine neue Stadt und eine neues Lebensumfeld mit sich brachte, übten auf ihn und seine Arbeit einen grossen Einfluss aus und rückte alles in einen neuen und unbekannten Kontext. Burkhard als Fremder in einem neuen Land, das ihn in neue Situationen brachte, die wiederum auch neue Lösungsansätze nach sich zogen. Diese neuen Erfahrungen konnte er teilweise direkt in seine malerische Praxis integrieren. Seine Bilder – und seine Wahrnehmung dieser – hat nicht zuletzt durch sein temporäres neues Umfeld fundamentale Veränderungen erfahren.

Unter anderen führte es den Künstler dazu, neuerlich Lackfarbe in sein Repertoire aufzunehmen, und mit Tusche zu kombinieren. Die Möglichkeiten, die sich ihm durch die Zusammenführung der beiden Medien eröffnet haben, führten zu einigen Entdeckungen.

Für die aktuelle Ausstellung hat Burkhard zum ersten Mal auch mit kleineren Formaten gearbeitet. Diese kombiniert er in der Ausstellung mit den grossen Werken und ausufernden Wandmalereien.

Seine Werke sind bereits heute in namhaften Sammlungen in der Schweiz vertreten.